Nachhaltigkeitslesekreis am 12.12.2018

Dieses Semester veranstaltet der Arbeitskreis Plurale Ökonomik wieder einen Lesekreis. Im Rhythmus von 2 Wochen werden wir uns treffen und gemeinsam Texte besprechen.
In diesem Semester werden wir uns mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigen und dazu Texte aus unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie zum Beispiel
„Green Economy“, „Degrowth“ und „Climate Change“ lesen und diskutieren.
Das dritte Treffen findet am 12. Dezember um 18:15 Uhr im Von-Melle-Park 9 S 28 statt und diesmal geht es um das Thema „Governing the Commons“, das durch Elenor Ostrom bekannt wurde.

Zur Vorbereitung lesen wir folgende kurze Texte und empfehlen folgendes Video:

1. The Tragedy of the commons – Garett Hardin

2. Governing the commons – Elenor Ostrom

3. Sustainable Development and the tragedy of commons (Video)

The Debate about the (im-)possibility of governing the commons,
started with Hardin’s article and the famous metaphor of cattle on a
pasture and the herdsmen who inevitably will let too much cattle on it
to maximize their own gain. Ostrom gives theoretical and empirical
evidence that this does not have to be the case and local population
being very much capable of governing a common resource. We will
discuss the possibility of governing public goods as it is ever more
important in the era of climate change.

(If needed the groups will be split into German and English discussion
groups so everyone can participate!)

Hardin hat die Debatte über die (Un-)Möglichkeit frei verfügbare aber
begrenzte Güter sinnvoll zu bewirtschaften mit seiner Metapher der
Kuhherde auf der Alm und dem Problem, dass die Hirten diese immer
überweiden werden, um ihren eigenen Nutzen zu maximieren, begonnen.
Dagegen steht Ostroms theoretische und empirische Arbeit das dies eben
nicht unbedingt der Fall sein muss. Die lokale Bevölkerung vor Ort
kann sehr wohl selbst entscheiden und über ihre öffentlich nutzbaren
Güter verfügen. Wir werden über die Möglichkeit öffentliche Güter
sinnvoll zu verwalten diskutieren, ein Thema, das in Zeiten des Klima
Wandels aktueller denn je ist.

Wir laden alle Interessierte ein vorbei zu kommen, mit uns zu diskutieren und freuen uns, wenn viele ihre Ansichten in den Diskurs einbringen. Bei Fragen schreibt uns gerne über Facebook oder an mail@plurale-oekonomik-hamburg.de.

Nachhaltigkeits-Lesekreis am 28.11.2018

Mittwoch, 28.11.2018, Von Melle Park 9, Raum S28, 18:15 Uhr
Beim nächsten Termin unseres Nachhaltigkeits-Lesekreises beschäftigen wir uns mit dem Konzept des Postwachstum. Dazu werden wir einige Kapitel aus dem Buch „Postwachstumsgesellschaft“, herausgegeben von Irmi Seidl und Angelika Zahrnt lesen. Die AutorInnen stellen die systemische Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum und die dadurch entstehenden Schäden dar und zeigen Pfade auf, um diese Abhängigkeiten zu beseitigen. Nächste Woche lesen wir die Kapitel „Warum die Verteilung Gerechtigkeit, nicht aber Wachstum braucht“, „Finanzmärkte und Aufgabe der Banken“, „Faire und effiziente Steuerpolitik“, sowie „Staatsfinanzen und Wirtschaftswachstum“.
Wir freuen uns über alle die Lust haben sich gemeinsam mit uns dem Thema anzunähern und ihre Ansichten mit uns teilen wollen!

Für die Texte schreibt uns einfach über Facebook oder mail@plurale-oekonomik-hamburg.de.

Konferenz | Für ein solidarisches HH: Schluss mit Schuldenbremse

Hamburg ist in vielerlei Hinsicht beispielgebend für die grundlegenden Auseinandersetzungen unserer Zeit. Mehr Pflegekräfte im Krankenhaus, günstiger und ausreichender Wohnraum, die Ausfinanzierung von aufklärerischer Kultur, emanzipatorischer Bildung und vieles mehr.
Dagegen sorgt jedoch die Politik der Schuldenbremse, dass öffentliche Einnahmen zuallererst als Schuldenrückzahlung an die Banken fließen anstatt der Allgemeinheit zugute zu kommen. Deshalb und aus vielen anderen Gründen, die wir auf der Konferenz diskutieren wollen, gehört sie abgeschafft.
Wir, als ein breites Bündnis von Engagierten, laden alle ein mit zu entwickeln, wie die Verwirklichung des erforderlichen, solidarischen Miteinanders gelingen kann: bei einer stadtweiten Konferenz mit diversen Workshops unter anderem zu Fragen nach menschenwürdiger Arbeit oder öffentlicher Daseinsvorsorge für Alle. Unter anderem mit Aktiven der Kampagne „International solidarisch – Schluss mit Austerität“ von attac, dem Pflegebündnis, sowie dem Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit und der Arbeitskreis Plurale Ökonomik Hamburg.

Der Arbeitskreis Plurale Ökonomik beteiligt sich an der Konferenz mit einem Workshop zum Thema „Menschenwürdige Arbeit und öffentlicher Dienst“.

Ausführliche Einladung: http://schluss-mit-austeritaet.de/

Lesekreis „Nachhaltigkeit“

Dieses Semester veranstaltet der Arbeitskreis Plurale Ökonomik wieder einen Lesekreis. Im Rhythmus von 2 Wochen werden wir uns treffen und gemeinsam Texte besprechen. In diesem Semester werden wir uns mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigen und dazu Texte aus unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie zum Beispiel „Green Economy“, „Degrowth“ und „Climate Change“ lesen und diskutieren.

Das erste Treffen findet am 14.11. um 18:15 Uhr im VMP9 Raum S28 statt und dient der Einführung in das Thema. Dazu haben wir 2 kurze Texte zum Thema „Diverse Economics and Postgrowth“ und „Ecological Economics and Degrowth“ herausgesucht, die Zusammenfassung von 2 Workshops der diesjährigen Summer Academy for Pluralist Economics sind. Zudem schauen wir, was sich die UN unter dem Thema Nachhaltigkeit vorstellt und lesen dazu Absatz 27 bis 30 des “ Report of the World Commission on Environment and Development: Our Common Future„. Diese 3 Texte sind recht kurz und dienen mehr dem groben Überblick. Für die Zusammenfassungen schreibt uns bitte eine Mail an mail@plurale-oekonomik-hamburg.de

Dann schauen wir uns an wie es bei uns an der Uni Hamburg aussieht und diskutieren das Positionspapier „Zwischen Wissenschaftsfreiheit und gesellschaftlicher Verantwortung: Die Universität Hamburg auf dem Weg zu einer Universität der Nachhaltigkeit“ des Kompetenzzentrums Nachhaltige Universität, welches hier zu finden ist: https://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/downloads/1_7-positionspapiere/knu-positionspapier-2-aufl-april-2016.pdf Wir freuen uns über alle die Lust haben sich gemeinsam mit uns dem Thema anzunähern und ihre Ansichten mit uns teilen wollen!

Austeritätspolitik und ihre Folgen – Was können wir tun?

Wie haben sich Arbeits- und Vermögensverhältnisse in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Was sind die Folgen der Austeritätspolitik in der Gesellschaft? Wer sind Profiteure und wer sind die Verlierer dieser Entwicklungen? Und was können wir tun?

All diese Fragen stellen wir uns bei unserem nächsten Plenum am 07.11. um 18:15 Uhr im VMP9 Raum S28.

 

 

Willkommens-und Infoabend am 24.10.2018

Ihr wollt euch kritisch mit Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzen?
Ihr wollt wissen was Pluralismus in der VWL bedeutet?

Dann kommt zu unserem ersten Treffen des Arbeitskreises im neuen Semester am Mittwoch 24.Oktober um 18.15 Uhr im Raum 3016 Von-Melle-Park 5.
Wir werden die aktuellen Projekte des Arbeitskreises vorstellen und besprechen, welche Aktivitäten wir im Wintersemester durchführen wollen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

Veranstaltungsreihe: Der große Crash und seine Folgen

Vor gut zehn Jahren, im Sommer 2007, löste das Platzen der US-Immobilienblase eine Kettenreaktion aus, die für viele Länder in eine schwerwiegende Krisensituation führte. Nicht nur Griechenland leidet bis heute unter dem „großen Crash“ und seinen finanziellen, sozialen und politischen Folgen. In vielen EU-Staaten ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch, Grundsicherungssysteme wurden aufgeweicht und Renten massiv gekürzt. Rechte Bewegungen haben es vielerorts verstanden, diese Unsicherheiten für sich zu nutzen.
Aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ist damit auch eine soziale und politische Krise geworden. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe sollen unterschiedliche Aspekte dieser multiplen Krisenprozesse beleuchtet und diskutiert werden: Was passierte eigentlich 2007 und wie stabil ist das Finanz- und Wirtschaftssystem heute? Warum ist die deutsche Wirtschaft verhältnismäßig stabil und erfolgreich? Was hat es mit dem „deutschen Jobwunder“ auf sich? Welche Auswirkungen haben die Krisenprozesse auf die globalisierte Staatengemeinschaft und den internationalen Handel? Sind wir auf dem Weg in eine Ära des Protektionismus? Und welche Effekte hat die Krise auf die gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse?

Zusammen mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg veranstaltet der Arbeitskreis Plurale Ökonomik Hamburg im Mai eine Vortragsreihe zur Finankrise und den anhaltenden Krisen.

Ins Veranstaltungsarchiv

Wirtschaftskrise, Eurokrise, Klimakrise – Was läuft da schief?

Vortrag und Diskussion mit Anne-Kathrin Krug: Einführung in die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie

Seminar Kapitalismus MarxFreitag, 20. April 2018 17:15-19:15 Uhr, Von-Melle-Park 5, Hörsaal WiWi A

Der Vortrag führt grundlegend in das Marx’sche Hauptwerk Das Kapital ein und gibt einen Überblick über die Grundbegriffe (u.a. Gebrauchswert, Wert, Tauschwert, Geld, Ausbeutung, Kapital, Arbeitskraft, absoluter und relativer Mehrwert) und den Zusammenhang der drei Bände. Vor dem Hintergrund dieser Einführung sollen krisentheoretische Bemerkungen von Marx, die u.a. über die Bände verstreut sind, vorgestellt und etwas systematisiert werden. Am Ende soll der Frage nachgegangen werden, ob und inwieweit Marx eine brauchbare Handreichung zur Beurteilung der letzten Finanz- und Eurokrise und der permanenten Umweltkrise geben kann.

Anne-Kathrin Krug ist Rechtsanwältin in Berlin und teamt seit vielen Jahren Lesekreise zu Karl Marx Das Kapital.

Zur Veranstaltung auf Facebook

Akademische Tage: Austerität versus Solidarität

Im Rahmen des Themensemester “Austerität versus Solidarität” finden vom 22.1. bis zum 26.1. wieder “Akademische Tage” statt. Der Arbeitskreis Plurale Ökonomik und der FSR Sozialökonomie laden in dieser Woche zu zwei Veranstaltungen ein:

 

 

 

 

Modern Money Theory and European Macroeconomics – an Alternative to the Policy of Austerity?

 Vortrag und Diskussion mit Dirk Ehnts am 22. Januar 18:00 – 20:00 Uhr  (Von-Melle-Park 9, Raum S27)

The collapse of the global financial system in 2007 hit the neoclassical economic mainstream in its mark. But instead of being the starting point for a process of radical self-reflection, in fact, the crisis functioned as a door opener for the neoliberal policy instrument of austerity. Dr. Dirk Ehnts is one of the leading academics in the field of alternative Macroeconomics and Monetary Theory in the German speaking area. Having his theoretical roots in the concept of Modern Monetary Theory (MMT), Ehnts is able to expose austerity not just as a useless but rather as a dangerous tool in times of a stagnating european economy. With his simple methodological approach focusing on balance sheets, he reveals why traditional economists and policy makers assume wrong when identifying government debts as the root of all evil. The presentation will be in english targeting students with interests in economics from all disciplines.    

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Florian Schui: Austerität – Geschichte eines großen Fehlers

Vortrag und Diskussion mit Florian Schui am 26. Januar 18:00 – 20:00 Uhr (Von-Melle-Park 9,Raum S30R)

Der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Florian Schui erklärt die Austeritätspolitik in Europa für ökonomisch gescheitert, da Ziele wie Schuldenabbau, Wirtschaftswachstum und Wohlstand nicht erreicht worden sind. In seinem Buch „Austerität: Politik der Sparsamkeit: Die kurze Geschichte eines großen Fehlers“ stellt Schui die Frage warum die Sparpolitik trotzdem von PolitikerInnen, ÖkonomInnen und weiten Teilen der Öffentlichkeit gestützt werden und setzt die Diskussion in einen historischen Kontext. Florian Schui, der an der Universität St. Gallen lehrt, analysiert die Entwicklung des Austeritätsbegriffes von Aristoteles über Keynes und Hayek bis in die Gegenwart und zeigt historische Beispiele für gescheiterte Austeritätspolitik auf. Die Erklärung warum sich die Idee der Austerität in der Wirtschaftspolitik so hartnäckig hält, sieht Schui in dem moralischen Argument der Sparsamkeit. Ökonomisch und historisch jedoch habe diese Idee sich für die Bewältigung von Wirtschaftskrisen Mal um Mal als großer Fehler erwiesen.