Literatur zur feministischer Ökonomik Treffen 30.11.2016

Nächste Woche werden wir uns mit der Feministischen Ökonomik auseinandersetzen (VMP5 Raum 4098, 18.15Uhr).
Als Diskussionsgrundlage dient ein Artikel von Katharina Mader und Jana Schultheiss:
Feministische Ökonomie – Antworten auf die herrschenden Wirtschaftswissenschaften?
Erschienen in: PROKLA. Verlag Westfälisches Dampfboot, Heft 164, 41. Jg. 2011, Nr. 3, 405 – 421

Außerdem ein Beitrag im Deutschlandradio zum leichten Einstieg

Literatur zu ökologischer Ökonomik Treffen 16.11.2016

Nächste Woche werden wir uns mit der Ökologischen Ökonomik auseinandersetzen (VMP5 Raum 4098, 18.15Uhr).
Als Diskussionsgrundlage dient ein kurzes Buchkapitel aus A guide to whats wrong with economics von Robert Constanza  (S.237-246):
https://www.plurale-oekonomik.de/fileadmin/redakteure/bund/pdf/Materialien/Costanza.pdf

Wer noch tiefer ins Thema einsteigen möchte, findet hier weitere Anregungen:
https://www.plurale-oekonomik.de/materialien/plurale-ansaetze/ (Literaturempfehlungen)
http://www.plurale-oekonomik-hamburg.de/wp-content/uploads/2014/11/Spash_Kerschner_TRAFO-EE.pdf (Draft Paper)
Daly/Farley (2004): Ecological Economics: principles and applications. Washington, Island Press.
(https://beluga.sub.uni-hamburg.de/vufind/Record/368802949?institution=BELUGA_ALL&rank=1)

Vortrag mit Steffen Lange: Rahmenbedingungen einer Postwachstumsökonomie

9. November 18.15 – 19.45 Uhr, Raum S28 VMP9

In diesem Vortrag stellt Steffen Lange makroökonomische Rahmenbedingungen für Postwachstumsökonomien vor. In dem Vortrag wird gezeigt, welche Erkenntnisse sich bzgl. Postwachstumsökonomien aus makroökonomischen Theorien (neoklassische, keynesianische und marxistische) ableiten lassen. Zentrale Themen sind dabei: Aggregiertes Angebot und Nachfrage, technologischer Wandel, der Zugang zu natürlichen Ressourcen, Unternehmens-strukturen und Wettbewerb, und einige mehr.

 

langeSteffen Lange hat Volkswirtschaftslehre in Maastricht, Santiago de Chile und Göttingen studiert. Derzeit promoviert er zum Thema “Sustainable Economies without Growth: A Pluralist Analysis Based on Neoclassical, Keynesian and Marxian Macroeconomics” an der Universität Hamburg im Rahmen eines Hans-Böckler-Stipendiums.

Seit Mai 2016 ist Steffen Lange wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).

 

 

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Willkommenstreff und Infoabend Mittwoch 26. Oktober

Ihr interessiert euch für Theorien und Methoden in der VWL die nicht im gängigen Lehrplan stehen?
Ihr wollt wissen was Pluralismus in der VWL bedeutet?

Dann kommt zu unserem ersten Treffen des Arbeitskreises im neuen Semester am Mittwoch 26. Oktober um 18.15 Uhr im Raum A411 Von-Melle-Park 9.
Wir werden die aktuellen Projekte des Arbeitskreises vorstellen und besprechen, welche Aktivitäten wir im Wintersemester durchführen wollen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Externer Veranstaltungshinsweis: Ringvorlesung „Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit“

„Nachhaltigkeit“ ist seit einigen Jahren zu einem allgegenwärtigen Leitbegriff des gesellschaftlichen Wandels geworden. Neben Umweltfragen werden zunehmend auch ökonomische und soziale Probleme unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit diskutiert. In dieser Ringvorlesung soll es jedoch nicht darum gehen, Nachhaltigkeit als endlich gefundene Lösung aller ökologischen und  gesellschaftlichen Probleme zu verstehen. Vielmehr wird Nachhaltigkeit als eines der wichtigsten Probleme diskutiert, mit dem sich moderne Gesellschaften der Gegenwart auseinandersetzen werden. In der Ringvorlesung wird somit eine reflexive Perspektive eingenommen, die auch Probleme und Paradoxien von Nachhaltigkeit nicht ausspart. So stellt sich etwa die Frage, in welchem Verhältnis Nachhaltigkeit und die Wirtschaftsordnung des Kapitalismus zueinander stehen.
Kann Nachhaltigkeit profitabel in Wert gesetzt werden oder bedingt Nachhaltigkeit den Ausstieg aus der Wachstumsökonomie?
Folgt auf nachhaltige Entwicklungen stets auch soziale Gerechtigkeit und was werden die Konsequenzen einer nachhaltigen Gesellschaft für moderne Lebensweisen und die heutigen Selbstverhältnisse sein?

Donnerstags, 18–20 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal C
03.11.2016
Klimawandel und Nachhaltigkeit: Wie können wir fragen, was können wir wissen?
Prof. Dr. Anita Engels, Institut für Soziologie, Universität Hamburg

17.11.2016 – Achtung: Hauptgebäude, Hörsaal K
Die Funktion der Nachhaltigkeit. Gesellschaftstheoretische Perspektiven zwischen Beobachtung und Kritik
Jun.-Prof. Dr. Anna Henkel, Institut für Sozialwissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

08.12.2016
Neben uns die Sintflut: Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis
Prof. Dr. Stephan Lessenich, Institut für Soziologie, Ludwigs-Maximilians-Universität München

15.12.2016
Jenseits des Nachhaltigkeitsparadigmas: Narrative der Postwachstumsgesellschaft
Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn, Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN), Wirtschaftsuniversität Wien

12.01.2017
Neue Verteilungskonflikte in der Postwachstumsgesellschaft
Prof. Dr. Klaus Dörre, Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena

19.01.2017
Grenzen des Wachstums? Ein soziologischer Blick auf die Wachstumskritik
Prof. Dr. Klaus Kraemer, Institut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz

25.01.2017 – Achtung: Hauptgebäude, Hörsaal M
Transformation zur Nachhaltigkeit – eine zivilisatorische Herausforderung
Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn

Koordination
Prof. Dr. Sighard Neckel, Institut für Soziologie, Fachbereich Sozialwissenschaften, Universität Hamburg

Weitere Informationen unter:

https://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/infoboard/aktuelles-aus-dem-knu/1609091.html

Sommerkino 2016

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Am 15. Juni um 18:30 startet im Wiwi-Bunker (VMP5) der Uni Hamburg, Raum 0077 mit dem Film „MASTER OF THE UNIVERSE“ das Plurale Sommerkino.

++++Eintritt frei, 1 Euro Bier und Limo++++

Es folgen drei weitere Filme:

Work hard, play hard – 23. Juni, VMP5, Raum 0079
Boom Bust Boom – 29. Juni, VMP 5, Raum 0077
Landraub – 05. Juli, VMP 5, Raum 0079

Vortragsreihe: E(W)U – Problemlöser oder Problemverstärker?

„E(W)U – Problemlöser oder Problemverstärker?“
Eduard-Heimann-Colloquium des ZÖSS im SoSe 2016
in Kooperation mit RLS HH, Plurale Ökonomik HH und FSR SozÖk
(alle Vorträge im Raum S 28 im Von-Melle-Park 9)

28.04.2016: 16 – 18 Uhr // Prof. Stefan Collignon: Better in than out? Ökonomische Entwicklung innerhalb und außerhalb der EWU

12.05.2016: 16 – 18 Uhr // Prof. Hauke Brunkhorst: Das doppelte Gesicht Europas und Hindernisse einer europäischen Bürgerschaftsidentität

02.06.2016: 16 – 18 Uhr // Prof. Martin Höpner: Warum der Euro das autoritäre Europa erzwingt

09.06.2016: 16 – 18 Uhr // Prof. Hans-Jürgen Bieling: Europäische Krisendynamiken und die Politische Ökonomie der Finanzialisierung

23.06.2016: 16 – 18 Uhr // Dr. Torsten Müller: Neuer europäischer Interventionsmus. Die Auswirkungen des EU-Governance-Systems auf Löhne und Tarifpolitik

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— Zur Thematik —
Die Geschichte der europäischen Integration – angefangen mit der Montanunion, über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bis zur Europäischen Union (EU) – wird gerne als eine Erfolgsgeschichte nach der Katastrophe des 2. Weltkrieges erzählt. Zwar verlief der zunehmend enger werdende Zusammenschluss der Länder Europas nicht immer gradlinig, erlebte Phasen der Euroskepsis und der Europhorie, doch letztendlich überwog immer der Wunsch nach weiterer Vertiefung und engerer Kooperation – damit sollten Feindseligkeiten unmöglich gemacht, Unterstützung in Demokratisierungsprozessen gewährleistet und vor allem die wirtschaftliche Entwicklung – gerade auch in den Ländern Süd- und Osteuropas – vorangebracht werden.
Die Europäische Währungsunion (EWU)ist der vorläufige Höhepunkt dieses Prozesses, der mit der Gemeinschaftswährung auch ein gemeinsames Identifikationssymbol liefern sollte. Spätestens mit der Weltfinanz- und der nachfolgenden Eurokrise ist deutlich geworden, dass die EWU nicht auf ernsthafte Krisenzeiten vorbereitet war und das europäische Governance-System der Rationalität nationaler Egoismen nicht gewachsen ist. Die ‚griechische Tragödie‘ der letzten 5 Jahre scheint ein Lehrstück dafür zu sein, dass die gegenwärtige EU – insbesondere in der Konzentration auf die EWU – Probleme, die auf die Mitgliedsländer zukommen, nicht zu lösen vermag, sondern noch verstärkt. Die gut gemeinte Intention der ökonomischen und kulturellen Konvergenz ist offenen nationalen Resentiments und der Erfahrung gewichen, dass europäische Zwänge nationale Demokratien deformieren. Das Colloquium möchte diese Entwicklung besser verständlich machen und nach Perspektiven fragen.

— Zur Colloquiumsreihe —
Die Eduard-Heimann-Colloquiumsreihe will an den Ökonomen Eduard Heimann erinnern, der ab 1925 einen Lehrstuhl für theoretische und praktische Sozialökonomie an der Universität Hamburg innehatte, bevor er 1933 von den Nationalsozialisten aus der Universität verdrängt und zur Emigration in die USA gezwungen wurde, wo er an der berühmten ‚University in Exile’ an der New School for Social Research forschte und lehrte.
Eduard Heimanns wissenschaftliche Arbeiten zur Sozialtheorie des Kapitalismus verbinden eine ökonomische Analyse des Kapitalismus mit soziologischen Bestimmungen der sozialen Bewegung, die die Sozialisierung des Kapitalismus mittels Sozialpolitik vorantreibt. Eine solche soziale Theorie des Kapitalismus muss geschichtlich vermittelt sein, denn die soziale Bewegung wirkt im jeweiligen historischen Kontext; sie ist aber gleichermaßen theoretisch, denn sie bezieht sich auf geschichtsunabhängige sozioökonomische Zusammenhänge. Eine solchermaßen fundierte Sozialökonomie, die ökonomische Vorgänge nicht ohne soziale Rückkopplungen bearbeiten kann, kann auch heute noch der Arbeit des Zentrums für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS), dem Veranstalter der Colloquiumsreihe, als Vorbild und Orientierungspunkt dienen.