Marxistische Politische Ökonomik

Marxistische Politische Ökonomie (MPÖ) umfasst Perspektiven der Politischen Ökonomie, die im weiteren Sinne in der Tradition der Werke von Karl Marx stehen, insbesondere dem Kommunistischen Manifest, den Grundrissen oder dem Kapital. Auch wenn diese Forschungsrichtung als sehr divers und heterogen bezeichnet werden kann, können doch einige gemeinsame Schlüsselelemente genannt werden.

Im Allgemeinen strebt MPÖ eine integrative Analyse von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik an. Diese drei Elemente werden nicht als isolierte, sondern als interdependente Strukturen angesehen, die sich historisch herausgebildet haben. Um die Dynamiken innerhalb dieser Bereiche zu verstehen, ist die Analyse von Klassenkämpfen zentral. Letztere sind durch die Ausbeutung von Arbeit durch das Kapital innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise gekennzeichnet.

Aus dieser Perspektive verkörpern Kapital und Arbeit zwei antagonistische Klassen. Erstere ist vor allem durch das Eigentum an den Produktionsmitteln gekennzeichnet, letztere besteht aus in doppelter Hinsicht freien Lohnarbeiter*innen: sie sind befreit von der Kontrolle der Produktionsmittel sowie frei darin, im Vergleich zum Feudalsystem, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. In diesem Verhältnis spielt Kapital eine zentrale Rolle, welches auf eine hohe Rentabilität von Investitionen ausgerichtet ist. Deshalb wird die bekannte Aussage über Kapital als geldheckendes Geld in der Formel G-W-G‘ wiedergegeben (G= Geld; W= Ware).

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Unsere (Lehr-)Buchempfehlung mit Verfügbarkeit in der Bibliothek:

Jäger, J., Springler, E (2013): Ökonomie der internationalen Entwicklung. Eine kritische Einführung in die Volkswirtschaftslehre. Mandelbaum.

Heinrich, M. 2004: Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung.