Evolutionsökonomik

Die evolutorische Ökonomik beschäftigt sich insbesondere mit wirtschaftlichem Wandel. Wesentliche Grundprobleme sind die des fundamentalen Unwissens (Herrmann-Pillath, 2002) sowie der Koordination und des Wachstums von Wissen (Dopfer, 2007).  Ihr Untersuchungsgegenstand umfasst daher Wandlungsprozesse, wie z.B. Innovationen, Strukturwandel, technologischen Wandel, institutionellen Wandel, Wirtschaftswachstum oder allgemein die wirtschaftliche Entwicklung. Im Hinblick auf die Perspektive, aus der diese Prozesse untersucht werden, gibt es jedoch große Unterschiede, sowohl zwischen den einzelnen evolutionsökonomischen Ansätzen, als auch zwischen der Evolutionsökonomik und denjenigen anderen Denkschulen, die ähnliche Probleme behandeln.. Im Gegensatz zum Grundproblem des optimalen Entscheidens über die Verwendung knapper Ressourcen, das in der Neoklassik im Vordergrund steht, liegt der Fokus der Evolutionsökonomik auf den Grundproblemen des fundamentalen Unwissens (Herrmann-Pillath, 2002) sowie der Koordination und des Wachstums von Wissen (Dopfer, 2007).

Schamp (2012, 121) betont, dass es den Evolutionsökonomen nicht um individuelle Geschichtsschreibung, sondern um die Suche nach allgemeinen Prinzipien des wirtschaftlichen Wandels geht. Insbesondere geht es laut Schamp (2012, 122) um „solche Neuerungen, die sich unter der großen Vielfalt an gleichzeitig bestehenden Neuerungen auch über eine längere Frist durchsetzen bzw. durchgesetzt werden“. Herrmann-Pillath (2002,  204) hebt hervor, dass eine Theorie wirtschaftlicher Evolution Wandel (Neuheit) und Stabilität (Bewahrung) gleichermaßen erklären muss.

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Herrmann-Pillath, C. (2002): Grundriß der Evolutionsökonomik.Wilhelm Fink Verlag: München. [als pdf: klick mich]

Elsner, W; Heinrich, T; Schwardt, H. (2015): The Microeconomics of Complex Economies: Evolutionary, Institutional, Neoclassical, and Complexity Perspectives. Amsterdam; San Diego, Oxford: Elsevier/Academic Press.